„oh Baby“ ist ursprünglich als Idee für einen Workshop entstanden. Um so länger wir uns mit der Idee beschäftigt haben und nach Durchlauf des Workshops und durchgängig begeistertem Feedback von den Teilnehmer*innen, ist uns klar geworden, dass „oh Baby“ das Potential für ein eigenständiges Behandlungsformat hat.

Die Beschreibung für den Workshop findet sich hier: http://www.qibari.de/oh-baby-ein-workshop-ueber-ropework-und/

In der Einzelsession richtet der Behandelnde den Focus auf das Stadium des menschlichen Embryos am siebenten / achten Tag nach der Befruchtung. Das Wesen heißt hier Blastozyste und es nimmt seinen Raum im mütterlichen Uterus in Beschlag. Innerhalb der Blasatozyste bereiten raumbildende Vorgänge die Anordnung der drei Keimscheiben vor. Wenig später wird in den Keimscheiben die erste Längsausrichtung des entstehenden Körpers vor sich gehen und die erste rechts / links Symmetrie wird entstehen.

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Es ist unschwer zu erkennen: Wir nehmen Anleihe in der Embryologie und wir nehmen Anleihe in der Biodynamik. Wozu das Ganze? Weil davon ausgegangen werden kann, dass embryologische Entwicklungskräfte ein Leben lang als Potential bestehen bleiben und unter geeigneten Bedingungen aufgerufen werden können. Auch von der erwachsenen Person. Die regulierende Kraft für körperliche, geistige und mentale Prozesse ist gewaltig.

Wir nehmen auch Anleihe bei der Kunst des Shibari. Damit geben wir dem Raum eine äußere Form. In der „oh Baby“ Session legt sich das Seil so weich um den Körper wie eine äußere Haut. Wir bringen den Körper in eine zusammengekauerte Haltung und vermeiden dabei, dass Gelenke sehr stark gebeugt werden oder gar, dass Gefäße oder Nerven gedrückt werden.

Die passive Person hat bei allem nichts zu tun. Sie hat lediglich zuzulassen, was im Außen mit ihr geschieht und sie hat sich selbst gegenüber zuzulassen, dass ihr System auf eine Reise geht, bei welcher kognitive Steuerung nicht so gefragt ist. Das ist manchmal schon schwer genug.